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    <title>Kernic Podcast (Deutsch)</title>
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    <description>Der Kernic Blog als Podcast - Technologie, Leben und Gedanken zum Anhören</description>
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    <copyright>Licensed under Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International</copyright>
    <lastBuildDate>Tue, 02 Jun 2026 19:10:14 +0000</lastBuildDate>
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      <title>Die Nvidia 3080 Founders Edition ruhigstellen</title>
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      <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Meine Nvidia RTX 3080 Founders Edition war laut. Sehr laut. Ich dachte, es lag an der hohen Spannung und dem schlechten Kühldesign. Falsch, es sind die Thermalpads. Was bringt ein Austausch?</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/silence-the-nvidia-rtx-3080-founders-edition-de.mp3"
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="wohin-fliegen-wir">Wohin fliegen wir?</h2>
<p>&ldquo;Fliegen wir wieder?&rdquo; ist eine Frage, die meine Freundin mir in den letzten Jahren, seitdem ich die Nvidia RTX 3080 Founder Edition nutze, recht oft stellte. Nicht, weil Elite Dangerous so toll aussieht, sondern weil die Grafikkarte beim Zocken extrem laut wurde und sich wie eine Flugzeugturbine angehört hat. Unter Windows konnte ich die Kühlung durch die Reduktion der Spannung entlasten, aber bei Linux erlaubt der Treiber von Nvidia nur das Setzen eines Powerlimits. Das funktioniert aber nicht so gut wie die Reduktion der Spannungskurve.</p>
<p>Trotzdem habe ich das Powerlimit von 320 Watt auf 300 Watt reduziert und damit war die Karte zwar immer noch sehr laut, aber nicht mehr so extrem. Leider weiterhin nervig. So sehr, dass ich schon mehrfach überlegt hatte, die Karte zu verkaufen und eine leisere zu kaufen. Die Hitze kann auf Dauer auch nicht gut für die Karte sein. Aber bevor ich eine neue Karte kaufen konnte kam der AI Boom und die Grafikkartenpreise gingen durch die Decke&hellip;</p>
<h2 id="die-richtige-ursache-finden">Die richtige Ursache finden</h2>
<p>Ich habe die RTX 3080 FE also im PC gelassen und mit dem Lärm gelebt. Bis ich vor zwei Wochen über einen <a href="https://willmnorris.medium.com/guide-to-nvidia-3080-fe-thermal-pad-mod-cf378339f7ac">Blogpost auf Medium von Will Norris</a> gestolpert bin. Keine Ahnung, wie ich den gefunden habe, der Titel des Beitrags klingt eher nach Übertakten als nach Problemlösung. Aber ich habe den Post gelesen und wurde neugierig. Laut Will Norris ist nicht das schlechte Kühlerdesign oder die zu hohe Spannung der Founders Edition die Ursache. Nein, es sind schlechte und unpassende Thermalpads, welche Nvidia verwendet.</p>
<p><img src="/media/RTX3080FE-stock-cooler.webp" alt="Fabric based cooling pads by Nvidia"></p>
<p>Auf einer Grafikkarte erzeugt nicht nur der GPU Chip Hitze, sondern auch die VRAM (Grafikspeicher) und VRM (Spannungswandler) Chips. Selbst wenn die GPU Temperatur eigentlich in Ordnung ist, was bei mir meist der Fall war, können diese Chips zu heiß werden und die Lüfter auf Maximum zwingen. Dank des schlechten Treibers können diese Temperaturen unter Linux nicht ausgelesen werden, aber auch unter Windows werden sie in den Übersichten nicht angezeigt. Man kann sie in der Detailansicht von MSI Afterburner unter Windows aber auslesen. Aber eigentlich reicht die GPU Temperatur. Ist diese unter 75°C und die Lüfter auf 100%, dann sind die VRAMs und/oder VRMs über 100°C und damit zu heiß.</p>
<p>Aber warum überhitzen diese Chips überhaupt? Schon 2021 (und ich finde das 2026 heraus&hellip;) haben die Nutzer herausgefunden, dass Nvidia unpassende Thermalpads zwischen den VRAM/VRM Chips und dem Kühler verwendet. Da der GPU Chip höher ist als die VRAM/VRM Chips gibt es hier eine Lücke. Die Thermalpads sollen diese Lücke überbrücken und den Abtransport der Hitze vom Chip zum Kühlkörper sicherstellen. Sind die Thermalpads schlecht oder passen nicht, dann funktioniert der Abtransport der Hitze nicht richtig.</p>
<h2 id="nachforschungen-und-materialbestellung">Nachforschungen und Materialbestellung</h2>
<p>Ich beschloss, dass ich es riskiere, die Grafikkarte zu zerlegen und die Thermalpads auszutauschen. Ich habe noch nie eine Grafikkarte auseinandergebaut. Ja, ich baue meine PCs selbst zusammen inklusive CPU Kühler. Aber Grafikkarten schienen mir dann doch komplexer zu sein.</p>
<p>Und es ist komplexer. Ich habe deshalb nachgeforscht. Wie zerlegt man eine RTX 3080 FE? Welche Materialien benötige ich? Das war auch sinnvoll. Will Norris hat für die komplette Karte 2,0mm Gelid Gp-Extreme Thermalpads verwendet. Meine Nachforschungen haben aber gezeigt, dass es eine Revision der Grafikkarte gab.  Mit dieser hat Nvidia ab Juni 2021 einerseits eine Bremse für das Cryptomining implementiert, aber auch das Kühlerdesign verändert. Bei der neuen Revision, meinem Modell, benötigt man 1,5mm Thermalpads für die VRAM Chips und 2,0mm Thermalpads für die VRM Chips. Bei der Backplate passen weiterhin 3,0mm Thermalpads.</p>
<p>Für die GPU selbst habe ich mich daran erinnert, dass es inzwischen Graphenblättchen gibt. Sie sollen einfacher in der Handhabung und langlebiger als Wärmeleitpaste sein. Final habe ich jeweils ein Pack 1,5mm und 2,0mm Gelid GP-Extreme, zwei Packungen EC360 Gold 3,0mm und eine Packung Thermal Grizzly PhaseSheet PTM gekauft. Und wenn ich gerade dabei bin, gönne ich meinem PC noch ein neues Gehäuse, deshalb noch eine Tube Arctic MX-7 Wärmeleitpaste für die CPU.</p>
<h2 id="austausch-mit-problemen">Austausch mit Problemen</h2>
<p>Alles war angekommen und der Sonntag war der perfekte Tag für den Austausch. Das Wetter war regnerisch und meine Freundin musste arbeiten. Erst alle Teile aus dem alten Gehäuse Corsair Graphite 600T, was ich damals &ldquo;cool&rdquo; fand, ausgebaut, alles gereinigt und dann in das neue Gehäuse Fractal Design North XL Schwarz mit Mesh, mehr ein Möbelstück, eingebaut. Alles, bis auf die Grafikkarte.</p>
<p>Mit dieser bin ich dann an den Tisch und habe sie Stück für Stück, der Anleitung folgend, auseinandergenommen. Das ist gar nicht so schwer. Aufpassen muss man nur bei den dünnen Kabeln auf der Platine und dem Spannungsrahmen. Bei diesem sollte man die Schrauben nach und nach abwechselnd über Kreuz lösen. Das reduziert die Spannung langsam statt sprunghaft.</p>
<p>Letztendlich hatte ich drei große Teile vor mir. Die Platte der Rückseite, die Platine selbst und den Kühlerblock. Auf allen drei Teilen klebten Thermalpads und Wärmeleitpaste. Vom 3D Drucken habe ich 99,9% reines Iso-propanol im Haus. Mit einem Kunststoffschaber habe ich erst alle Pads und die Paste abgekratzt, dann mit dem Iso-propanol und einem Mikrofasertuch die Karte ordentlich abgewischt, bis sie sauber und glänzend war. Im nächsten Schritt habe ich die Pads nach Anleitung und Augenmaß zugeschnitten und aufgeklebt. Nachdem das Graphen PhaseSheet auf dem GPU Chip war, habe ich die Platine wieder auf den Kühler gelegt und die 3,0mm Thermalpads auf die Rückseite der Platine geklebt, dann alles zusammengebaut. Für das erste Mal habe ich etwas mehr als 60 Minuten gebraucht. Ich war vorsichtig, habe jeden Schritt überprüft und&hellip; versagt.</p>
<p><img src="/media/RTX3080FE-Frontplate.webp" alt="Nvidia RTX 3080 Founders Edition with custom thermal pads"></p>
<p>Als ich die Grafikkarte in den PC gebaut hatte und das Linux gestartet habe ist die GPU sofort auf 75°C gesprungen und die Lüfter auf 100%. Verwirrt habe ich den PC wieder ausgeschaltet. Zurück zum Tisch und nochmal auseinanderbauen. Es stellte sich heraus, dass ich vergessen habe, die Folie vom PhaseSheet abzuziehen, womit dieses die Hitze der GPU nicht an den Kühler weitergeben konnte. Folie abziehen, wieder zusammenbauen und ab in den PC. 35°C im Idle, 75°C bei 100% Last und 48% Lüftergeschwindigkeit. So viel leiser. Es ist geschafft!</p>
<h2 id="fliegen-wir-wieder">Fliegen wir wieder?</h2>
<p>Ich war zufrieden, beendete meinen Test und legte erstmal eine Toilettenpause ein. Bis meine Freundin rief: &ldquo;Fliegen wir wieder irgendwo hin?&rdquo;. Ich spitze die Ohren und hörte es - die Grafikkartenlüfter liefen wieder auf 100%. Verwirrt rannte ich zum PC. Er sollte eigentlich untätig sein, warum laufen die Lüfter auf 100%? Angekommen merkte ich, dass die Bildschirme aus sind und der PC nicht mehr reagiert. Ich aktivierte die Notausschaltung (Sieben Sekunden die Power-Taste drücken) und schaltete ihn wieder an. Kein Bild, keine Reaktion.</p>
<p>Ich wurde nervös und frustriert. Seit über fünf Stunden habe ich jetzt am PC gebastelt und jetzt ging er nicht. Habe ich die Grafikkarte geschrottet? Ist das überhaupt möglich, es sollten doch Schutzvorrichtungen verbaut sein. Ich probierte alles mögliche. CMOS zurücksetzen, Karte neu einstecken, über die Onboard Grafik ins System und Treiber prüfen. Nichts. Die Karte blieb tot, sie meldete sich nicht mal beim Mainboard an beim Booten.</p>
<p>Meine Angst, dass ich die Karte kaputt gemacht hatte wuchs. Habe ich noch eine Folie vergessen? Habe ich die dünnen Kabel nicht wieder richtig eingesteckt? Ein drittes Mal an diesem Tag zerlegte ich die Karte. Die Kabel waren fest, die Pads sahen gut aus. Abgesehen vom PhaseSheet auf der GPU. Keine Ahnung, wie es aussehen soll, aber ich bin mir sicher, es sollte auf dem GPU Chip und nicht überall drum herum sein. Es scheint, dass der Druck des Anpressrahmens die Folie zerquetscht und seitlich rausgedrückt hat. Zwischen GPU Chip und Kühlerblock war keine Folie mehr.</p>
<p><img src="/media/RTX3080FE-PhaseSheet-broken.webp" alt="Destroyed PhaseSheet around GPU chip"></p>
<p>Ich kratzte die Reste ab und putzte alles ein weiteres Mal. Statt der Folie habe ich jetzt die Arctic MX-7 Paste auf den Chip gemacht. Gar nicht so einfach, das Zeug ist zäh und haftet schlecht. Aber ich habe es verteilt bekommen und die Grafikkarte wieder zusammengebaut. Zurück in den PC und einschalten. Ich hatte ein Bild! Der PC startete, wie er sollte. Ein weiteres Mal öffnete ich Dune: Awakening und prüfte die Temperaturen. 72°C bei 100% Auslastung und die Lüfter drehten unter 45%. Im Idle 35-40°C bei ausgeschalteten Lüftern. Noch besser als beim letzten Test!</p>
<h2 id="insgesamt-ein-erfolg">Insgesamt ein Erfolg</h2>
<p>Der Tag war anstrengend. Ich bin versiert im Zusammenbau von Computern. Es ist trotzdem ein Aufwand, weil ich es nur alle paar Jahre mache. Teile nach und nach ausbauen und wieder einbauen ist trotzdem arbeitsintensiv.</p>
<p>Aber Thermalpads auf einer Grafikkarte tauschen und diese dafür auseinanderzubauen war neu für mich. Es ist erstaunlich einfach. Wenn man Erfahrung damit hat, dann macht man meine Fehler vermutlich nicht. Vergessen, die Schutzfolie abzuziehen, ist dämlich. Überrascht hat mich, dass das PhaseSheet gar nicht funktioniert hat. Eventuell hat das Ausdehnen und Zusammenziehen der Thermalpads den Druck auf den GPU Chip verändert und das PhaseSheet herausgedrückt. Zum Glück hatte ich für die CPU die Arctic MX-7 Wärmeleitpaste bestellt und genug übrig.</p>
<p><img src="/media/RTX3080FE-monitor.webp" alt="nvtop screenshot with outstanding values"></p>
<p>Das finale Ergebnis ist beeindruckend. Bei Volllast unter 50% Lüftergeschwindigkeit, während die GPU unter 75°C bleibt, ist ein riesiger Erfolg. Andererseits enttäuscht es mich, dass Nvidia so einen Fehler bei ihrem Flagschiff Founders Edition Grafikkarten macht. Die Pads haben mich 40 Euro gekostet, für Nvidia wären das sicher weniger als 10 Euro, wenn überhaupt. Aber sie haben entschieden, ein paar Euro zu sparen und die Karten mit so einem Mangel auszuliefern. Warum?</p>
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      <category>Hardware</category>
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      <category>thermals</category>
    </item>
    <item>
      <title>Agentic Claude - meine KI Überraschung</title>
      <link>https://kernic.net/de/agentic-claude-my-ai-surprise/</link>
      <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Mit Blick auf die Menschheit bin ich besorgt, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf unser Zusammenleben und unsere Gesellschaft haben wird. Der aktuelle Stand von Claude AI hat mich in meinen Tests überrascht, aber auch neugierig gemacht.</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/agentic-claude-my-ai-surprise-de.mp3"
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      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
      <itunes:summary>Mit Blick auf die Menschheit bin ich besorgt, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf unser Zusammenleben und unsere Gesellschaft haben wird. Der aktuelle Stand von Claude AI hat mich in meinen Tests überrascht, aber auch neugierig gemacht.</itunes:summary>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="künstliche-intelligenz-als-nützliche-spielerei">Künstliche Intelligenz als nützliche Spielerei</h2>
<p>Vor ein paar Jahren hat OpenAI die erste Version von ChatGPT auf den Markt gebracht. Mit großen Worten wurde eine künstliche Intelligenz versprochen und viele Menschen waren begeistert. Ich hingegen fand das Produkt zwar praktisch und technisch beeindruckend, aber eher als nützliche Spielerei. Kleinere Programmieraufgaben, Textkorrekturen oder das Zusammenfassen gegebener Informationen, mehr Einsatzmöglichkeiten gab es für mich nicht. Egal ob ChatGPT, Google Gemini, Perplexity oder Kagi Assistant, bei allen beschränkte sich die Interaktion auf ein Texteingabefeld und Anhänge. Komplexe Aufgaben musste man in kleine Happen schneiden und Schritt für Schritt durcharbeiten. Der KI fehlte dann aber auch das Gesamtbild.</p>
<p>Versteh mich nicht falsch, auch das war praktisch und ich konnte damit Projekte umsetzen, für die ich ohne die künstliche Intelligenz ewig gebraucht hätte. Aber eigentlich war nichts daran intelligent. Ein riesiger und nicht mehr verständlicher Algorithmus, trainiert mit fast allen Inhalten des World Wide Webs, hat eine Frage auseinandergenommen und Wort für Wort die vermeintlich beste Reaktion nach einer Wahrscheinlichkeitsrechnung ermittelt. Die Antwort eines LLMs ist also einfach die statistisch am wahrscheinlichsten passende Wortkombination.</p>
<p>Davon ausgehend, dass richtige Fakten und Daten den Großteil des WWWs ausmachen funktioniert das, gerade bei einfachen alltäglichen Dingen, recht gut. Bei unbekannteren Themen, aktuelleren Themen oder komplexen Zusammenhängen ist dieser Ansatz aber nicht nur unnütz, sondern sogar gefährlich. LLMs wissen nicht, ob das was sie ausgeben richtig ist. Es ist nur das beste Ergebnis, welches die LLM liefern kann und das tut sie auch. Immerhin kann man inzwischen teilweise verhindern, dass LLMs irgendwas zusammenrechnen, nur damit sie überhaupt eine Antwort haben. Die Schwellenwerte für &ldquo;wie hoch muss die Wahrscheinlichkeit sein&rdquo; wurden hier deutlich nachjustiert.</p>
<p>Aber den ganzen Hype um diese LLMs konnte ich nur bedingt nachvollziehen. Ich habe das Potential gesehen, aber viele Menschen waren von dem, was Mitte 2025 schon existierte, beeindruckt und haben das gefeiert. Und selbst heute spielen 95% der Menschen noch immer nur mit diesen einfachen LLMs im Browser rum, feiern den Fortschritt und denken, dass das künstliche Intelligenz ist.</p>
<h2 id="claude-ai-zeigt-mir-den-weg">Claude AI zeigt mir den Weg</h2>
<p>Während diese Modelle und Angebote für mich eher ein Stein waren, mit denen man Nägel in die Wand hämmert - immerhin besser als ohne Werkzeug - hat mich Claude AI die letzten Wochen überrascht. Es ist noch keine Nagelpistole, aber inzwischen ein recht solider Hammer. Ein Hammer, den ich erstaunlich oft einsetze und der mich sowohl im Alltag als auch beruflich massiv unterstützt. Ich bin nicht nur produktiver, ich kann auch Dinge angehen, die vorher nicht in meiner Reichweite waren.</p>
<p><img src="/media/claude-desktop-header.webp" alt="Bildschirmaufnahme der Claude Desktop Anwendung"></p>
<p>Komplexere Coding Projekte? Kein Problem, Claude ist nicht nur auf eine Datei beschränkt, sondern kann komplette Projekte durchkämmen. Mehrstufige Analysen? Kein Problem. Dateisortierung und -bearbeitung? Macht Claude.</p>
<p>Um ehrlich zu sein hat es mich überrascht, wie schnell mich Claude Code und Claude Desktop überzeugt haben. Der agentische Ansatz, welcher mehrstufige und mehrschrittige Aktionen zulässt ist für mich der Wendepunkt in der Nützlichkeit von LLMs. Sie werden dadurch noch lange nicht zu richtigen künstlichen Intelligenzen, aber eben zu verdammt nützlichen Tools. Quasi ein ungelernter Assistent, der Fleissarbeiten erledigt, man aber besser trotzdem nochmal drüber schaut. Am Ende spart man aber doch deutlich mehr Zeit, als man für die Kontrolle investiert.</p>
<h2 id="konkrete-beispiele">Konkrete Beispiele</h2>
<p>Ich habe als Product Owner auch Zugriff auf unseren Code und grundsätzlich verstehe ich Code. Aber der Code eines ERPs ist komplex, verschachtelt, verteilt und voll von Abhängigkeiten. Um eine &ldquo;einfache&rdquo; Funktion im Workflow zu verstehen muss ich mich mehrere Stunden durch den Code wühlen. Oder ich lasse Claude Code darüber laufen, welches noch mit unserem Ticketsystem Jira und dem Wissensspeicher Confluence verbunden ist. Das Ergebnis? Innerhalb von wenigen Minuten hat Claude Code sich durch unseren Quellcode gewühlt, in Kommentaren erwähnte Jira Tickets inklusive Kommentare und eventuellen verknüpften Stories geprüft und mir dann in Confluence eine verständliche Zusammenfassung geschrieben. Diese ist mit etwas IT Wissen verständlich, aber gibt auch genug Details für Gespräche mit Entwicklern.</p>
<p>Wer Confluence kennt wird auch wissen, dass die Suche kein Meisterwerk ist. Mit Rovo bietet Atlassian inzwischen auch eine KI an, aber auch deren Ergebnisse konnten mich nicht überzeugen. Claude scannt sich problemlos durch Confluence, folgt Links zu Jira und externen Seiten und erstellt mir eine gute Zusammenfassung zu Themen. Nicht perfekt, nicht fehlerfrei, aber sehr solide und immer gut nachvollziehbar und prüfbar.</p>
<p><img src="/media/confluence-search.webp" alt="Ausschnitt aus der Confluence Suche für den Begriff Wareneingang - Confluence suchte nach Waren Eingang und hat nichts gefunden"></p>
<p>Aber auch privat nutze ich Claude Code inzwischen recht viel. Ich habe es in Obsidian eingebunden. Auf diesem Blog kann man nachvollziehen, dass ich bisher eigentlich mit keinem Notiztool zurecht gekommen bin. Meine Denkweise ist zu schnell und zu sprunghaft, um mehr als knappe Stichpunkte zu notieren. Meine Notizen waren bisher also sehr knapp, sehr chaotisch und damit wenig hilfreich. Was wäre aber, wenn es ein Tool gäbe, das aus meinem Gedankenchaos strukturierte und lesbare Notizen machen könnte? &ldquo;Überarbeite die Formulierung und Struktur dieser Notiz&rdquo; an Claude schicken und 30 Sekunden später habe ich eine strukturierte Notiz.</p>
<p>Auch bei diesem Beitrag hat Claude mich unterstützt. Nein, nicht beim Tippen. Ich verwende Claude aber für die Strukturierung des Beitrags. Ich erstelle eine Notiz mit den Inhalten für den Blogpost und mit Claude bringe ich Struktur in den Beitrag. Wenn ihr wüsstet, wie oft ich in der Vergangenheit Beiträge neu schreiben oder überarbeiten musste, weil ihre Struktur einfach chaotisch war. Dazu setze ich Claude ein, um Rechtschreibfehler, Satzbau und vergessene Worte korrigieren zu lassen. Aber den Roman hier habe ich brav selbst getippt.</p>
<h2 id="hoffnung-und-sorgen">Hoffnung und Sorgen</h2>
<p>Meine Erfahrungen mit Claude in den letzten Wochen haben mir schon ein Wechselbad der Gefühle beschert. Einerseits bin ich extrem beeindruckt von den Fähigkeiten und der Selbstständigkeit, auch oder gerade bei komplexen Themen und Aufgaben. Andererseits ist LLM KI damit auf einem Niveau, welches tatsächlich einige Jobs überflüssig machen kann. Gerade Jobs, welche auf reine Datenverarbeitung oder -wiedergabe aufsetzen, sehe ich in Gefahr. Beratung im Elektromarkt kann KI vermutlich schon besser als der gelangweilte Student. Aber auch alles was mit Recherche und Zusammenfassung zu tun hat. Warum brauche ich noch einen Controller, der mir die Daten aus der Datenbank zusammenstellt in eine Excel Vorlage einträgt? Einfach KI die Zahlen direkt rausziehen lassen. Immer aktuell, immer genau die Daten die ich brauche.</p>
<p>Bei allen kreativen Berufen sehe ich noch nicht so die Gefahr. LLMs erschaffen nichts und sie verstehen nichts. Ein guter Entwickler wird von agentischen KIs unterstützt und sicher deutlich effizienter, auch bei mir wird die eigentliche Arbeit nicht von KI ersetzt. Aber die Fleißarbeiten werden abgenommen. Aber ich sagte ja: Noch.</p>
<p>Eventuell sind wir irgendwann aber so weit, dass geistige Arbeit komplett von KIs erledigt werden kann, nur eine kleine Gruppe Menschen wird diese steuern und die Aufgaben verteilen. Was bleibt dann? Handwerkliche Arbeit und Grundlagenforschung. Für ersteres bin ich viel zu ungeschickt, für letzteres zu dumm. Wir leben in spannenden Zeiten.</p>
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      <category>Reviews</category>
      <category>ai</category>
      <category>productivity</category>
    </item>
    <item>
      <title>ASUS ROG Xbox Ally X im Test</title>
      <link>https://kernic.net/de/asus-rog-xbox-ally-x-review/</link>
      <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Geforce Now hat sich als ungeeignet für unterwegs herausgestellt. Als Alternative habe ich mir das ASUS ROG Xbox Ally X bestellt. Ist das Gerät meine Lösung für das Zocken fern ab meines PCs?</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/asus-rog-xbox-ally-x-review-de.mp3"
                 type="audio/mpeg" length="4244842"/><itunes:title>ASUS ROG Xbox Ally X im Test</itunes:title>
      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Monaten wurde mir klar, dass Geforce Now für mich nicht funktioniert. Wenn du die Gründe wissen willst, dann habe ich diese ausführlicher im Beitrag &ldquo;<a href="https://kernic.net/de/asus-rog-ally-x-instead-of-geforce-now/">Das ASUS ROG Xbox Ally X statt GeForce Now</a>&rdquo; beschrieben. Vor drei Monaten war ich mir noch nicht sicher, welches Gerät ich genau wähle. Ich konnte aber zu einem relativ guten Preis das <a href="https://rog.asus.com/de/gaming-handhelds/rog-ally/rog-xbox-ally-x-2025/">ASUS ROG Xbox Ally X</a> kaufen und hatte inzwischen einige Zeit, das Gerät zu testen.</p>
<h2 id="hardware--verarbeitung">Hardware &amp; Verarbeitung</h2>
<p>Fangen wir mit den technischen Daten an:</p>
<ul>
<li>Typ: Handheld Gaming PC</li>
<li>Display: 7 Zoll IPS 144Hz FullHD (1920x1080 Pixel) Display mit VRR (Variable Refresh Rate)</li>
<li>Prozessor: AMD Ryzen™ AI Z2 Extrem</li>
<li>Arbeitsspeicher: 24GB LPDDR5X (fest verlötet)</li>
<li>Festplatte: 1TB PCIe 4.0 SSD (M.2 2280, austauschbar)</li>
<li>Bluetooth 5.2, WiFi 6E</li>
<li>Betriebssystem: Windows 11 mit FSE (Full Screen Experience)</li>
</ul>
<p>Die technischen Daten sind am Ende aber gar nicht so aussagekräftig. Der Prozessor ist speziell für den Einsatz in Handhelds entwickelt und schwer mit denen von Desktop Computern oder Notebooks vergleichbar. Klar ist, dass dieser mehr Leistung hat als seine Vorgänger. Dabei ist er aber eher eine Evolution und keine Revolution. Den Arbeitsspeicher muss sich das System mit dem Grafikprozessor teilen. Da wirken die 24 GB gar nicht mehr so groß, für FullHD aber locker ausreichend. Schön finde ich, dass sich die SSD austauschen lässt. Ich habe das nicht gemacht und auch nicht vor, aber manchen dürfte 1TB zu wenig sein. Der für mich spannendste Punkt war aber das angepasste Windows 11, welches mit der Full Screen Experience (FSE) endlich eine Oberfläche optimiert für Handhelds liefern soll.</p>
<p>Die Bedienung des Geräts ist für mich dabei ausgezeichnet. Ich habe Beschwerden zu den ABXY-Tasten gelesen, dass diese zu laut sind. Ich finde sie knackig und denke, dass sie mit der Zeit etwas leiser bzw. ausgeleierter werden. Alle anderen Tasten und Sticks funktionieren bei mir aber einwandfrei. Ein Manko bei der Verarbeitung gibt es aber. Beim rechten Griff sitzt das Gehäuse nicht perfekt, es gibt einen minimalen Spalt. Da man den Griff fest in der Hand hat, bewegen sich die Gehäuseteile und es knarzt ganz leicht. Bei dem Preis sollte das eigentlich nicht sein. Aber es schränkt weder die Funktion noch die Ergonomie ein.</p>
<p>Einen letzten Punkt habe ich aber noch: Das Gerät ist zwar perfekt ausbalanciert und kippt in keine Richtung, doch das Display ist angewinkelt. Wenn man das Gerät auf die Rückseite legt, dann ist das Display leicht nach hinten gekippt. Wenn ich das Gerät in den Händen hatte war das eigentlich ganz gut. Es verwirrt mich aber bis heute, da man von der Nintendo Switch und anderen mobilen Konsolen ein ebenes Display gewohnt ist. Hier muss ich mich einfach noch umgewöhnen.</p>
<h2 id="software-windows-11-mit-fse">Software: Windows 11 mit FSE</h2>
<p>Die FSE ist der erste Wurf von Microsoft, eine Oberfläche für Handhelds zu optimieren. Beim Start des Gerätes wird anstatt des bekannten Desktops eine touch und controllerfreundliche Oberfläche geladen. Damit fallen auch alle Systemdienste weg, welche für den Desktop benötigt werden. Das soll Ressourcen für den eigentlichen Einsatz, das Gaming, freigeben. Begrüßt wird man von einer Startseite, welche die letzten Spiele anzeigt, gefolgt von allerlei Kacheln die hauptsächlich den Xbox Game Pass oder kaufbare Spiele im Xbox Store bewerben. Diese Seite ist für mich also absolut uninteressant. Ich habe alle meine Spiele auf Steam und plane auch nicht, künftig den Game Pass zu abonnieren oder Spiele bei Microsoft zu kaufen.<br>
Aber das Menü an der linken Seite lässt mich auf eine Bibliothek zugreifen. Diese zeigt alle installierten Spiele an, auch von Steam und Co. Zumindest, nachdem man die Launcher und darin die Spiele installiert hat. Unschön ist aber, dass dabei die Desktop Icons und keine Cover verwendet werden. Um das zu ändern muss man das <a href="https://www.steamgriddb.com/">SteamGridDB</a> Addon installieren. Das Addon erlaubt es, die Icons, Banner und Cover auszutauschen und bietet dazu bereits Optionen an.<br>
Nervig ist, dass ich jedes Mal beim Beenden eines Spiels oder beim Druck auf die Xbox-Taste nicht in der Bibliothek, sondern auf der Startseite lande.</p>
<p>Wenn wir bei nervig sind, dann muss man auch das Aktualisieren des Systems erwähnen. Updates gibt es über FSE, ASUS ArmoryCrate, den Windows Store und Windows Update. Und natürlich Steam, wenn man das nutzt. Ich glaube, mehr verteilen kann man die Updates auch nicht. Es gibt auch keine Benachrichtigung für neue Updates, man muss die Programme einzeln abklappern und nachschauen. Hier müssen Microsoft und ASUS auf jeden Fall noch nachbessern.</p>
<p>Schön hingegen finde ich die Gamebar. Mit einem Knopfdruck öffnet sich eine Leiste, in welcher die wichtigsten Einstellungen erledigt werden können. Die Gamebar bietet aber auch weitere Tools, beispielsweise für Screenshots, Videoaufnahmen oder KI Hilfe in Spielen. Letztere habe ich nur kurz getestet. Die Hilfe funktioniert, ist aber generisch. Trotz Zugriff auf das Spiel wurde mir keine Hilfe für genau diesen Moment geliefert, sondern allgemeine Tipps zum Spiel.</p>
<p>Was mich wirklich gestört hat ist der Standby. Eigentlich soll man jederzeit einfach kurz auf den Powerbutton drücken können und das Gerät geht in den Ruhezustand. Ein weiteres Betätigen des Powerbuttons soll das Gerät nach wenigen Sekunden aufwecken und man dort weitermachen können, wo man aufgehört hat. Ich schreibe absichtlich &ldquo;soll&rdquo;. Oft funktioniert das ganz gut, aber oft eben auch nicht. Mal geht zwar das Display aus, das Gerät aber nicht in den Standby und verbraucht weiter Strom. Manchmal lässt es sich nicht richtig aufwecken und man drückt mehrfach verzweifelt auf den Powerbutton, bis das Gerät anspringt. Oder es springt nicht mehr an und man muss es hart neu starten. Also immer Speichern vor dem Standby.</p>
<p>Der größte Vorteil von Windows ist aber, dass man sich erstmal keine Gedanken machen muss, ob ein Spiel läuft. Alle laufen unter Windows. Trotzdem: Alles in allem ist das System noch nicht ausgereift und für Spieler, welche ausschließlich auf Steam setzen unpraktisch. Mit etwas Bastelei kann man das System aber dazu bringen, statt Microsofts FSE auf Steams Handheld Oberfläche zu wechseln. Leider war das bei mir nicht ganz so flüssig und das Problem mit den Updates besteht weiter.</p>
<h2 id="software-steamos-als-alternative">Software: SteamOS als Alternative</h2>
<p>Auf meinem Desktop Computer nutze ich Arch Linux, beruflich MacOS. Ich habe dementsprechend keinen Bezug zu Windows. Was liegt da näher, als eine Linux-basierte Alternative auszutesten? Erst hatte ich an Bazzite gedacht. Das ist offiziell auf das Xbox Ally X portiert worden und sollte problemlos funktionieren. Letztendlich habe ich mich aber für SteamOS entschieden. Mit der Beta Version 3.8 hat Valve den Support für den Handheld hinzugefügt und ich konnte SteamOS problemlos installieren und sogar auf 3.9 Beta updaten.</p>
<p>Unter SteamOS läuft auch der Standby ganz anders. Er funktioniert genau so, wie man das erwartet. Ein Drücken auf den Powerbutton und das Gerät geht in den Energiesparmodus. Ein weiteres Drücken und innerhalb von drei Sekunden ist man wieder an der Stelle, an der man aufgehört hat. Anfangs muss man SteamOS noch etwas konfigurieren, damit alle Funktionen und Tasten gehen. Dann läuft es absolut flüssig und zuverlässig. Was nicht geht sind BIOS Updates und die Steuerung der RGB Beleuchtung der Sticks. Diese hatte ich schon unter Windows deaktiviert, weil sie mich gestört hat. Kein Nachteil also für mich. BIOS Updates schon eher. Dazu habe ich einen Windows-to-go Stick eingerichtet und starte einmal im Monat Windows, damit ArmoryCrate das BIOS aktualisieren kann. Nicht optimal, aber verschmerzbar. Was mir mit Linux verwehrt bleiben wird sind die angekündigten KI Funktionen, beispielsweise das AI Upscaling. Bisher brauche ich das aber nicht.</p>
<p>Manche Spiele gehen unter Linux nicht, manche schlechter, manche besser. Aber die Leistung ist weitestgehend ähnlich zu Windows.</p>
<h2 id="gaming-erfahrung--performance">Gaming-Erfahrung &amp; Performance</h2>
<p>Das Gaming selbst ist weitestgehend unabhängig vom gewählten Betriebssystem. Bei der Performance kommt es extrem auf das Spiel an. Klar, die neusten AAA Spiele kann man nicht mit maximalen Details auf 1080p mit 144 FPS spielen. Man muss sich oft bei den Einstellungen rantasten und sich entscheiden, ob man unbedingt 1080p will, oder auch mit etwas weniger leben kann - zu Gunsten zusätzlicher Frames. Cyberpunk 2077 spiele ich in 1080p mit der Steam Deck Voreinstellung und liege irgendwo zwischen 35-45 FPS. Weniger als 60 FPS hat mich als PC Gamer doch erstmal erschreckt. Umso erstaunter war ich, dass sich das Ganze recht flüssig anfühlt. VRR dürfte hier massiv helfen und für ein stimmiges Spielgefühl sorgen.</p>
<p>Bei Dune: Awakening, an meinem PC komme ich wegen meiner alten CPU gerade so auf 40 FPS, schafft das XAX erstaunliche 50-60 FPS, mit FSR3 Frame Generierung auch 70-80 FPS. Klar, auch hier auf den niedrigsten Einstellungen. Tony Hawks 1+2 erreicht auf mittleren bis hohen Einstellungen 60 FPS und mehr, Need for Speed Unbound auch. Hier kann man mit den Einstellungen sogar noch etwas runter gehen und dann die Leistungsaufnahme des Geräts reduzieren. Damit verlängert sich die Akkulaufzeit spürbar. Ein Extremfall ist hier Hades bei mir, welches mit vollen Einstellungen auf 7 Watt problemlos 60 FPS erreicht. Selbst mit 4 Watt sind dauerhaft über 30 FPS möglich. Und damit eine Akkulaufzeit von über 7 Stunden.</p>
<p>Bei Cyberpunk 2077 müssen es aber schon 25 Watt sein, um über 30 FPS in FullHD zu kommen. Der 35 Watt Modus bringt nur wenige FPS mehr und erhöht eher die 1% Lows. Bei manchen Spielen, wie The Witcher 3, merkt man auch, dass sie für größere Bildschirme gemacht sind. Die Schrift ist recht klein, aber für mich noch lesbar.</p>
<h2 id="fazit">Fazit</h2>
<p>Das ASUS ROG Xbox Ally X ist ein Gaminggerät durch und durch, das merkt man. Und das macht es auch gut. Die Ergonomie ist hervorragend und einer Nintendo Switch um Längen überlegen, die Leistung für diese Größe beeindruckend und das Display gefällt mir auch sehr gut. Schön finde ich, dass man bei der Software flexibel ist und auch ein Linux seiner Wahl installieren kann.</p>
<p>Klar, kompetitive Shooter würde ich auf dem XAX nicht spielen. Aber gerade um die Singleplayer Spiele von meinem Pile of Shame zu spielen ist das Gerät super. Schnell eingepackt, schnell ausgepackt und jederzeit bereit. Keine Suche nach einem extra Controller, keine Suche nach einer Fläche für die Maus, keine Suche nach Internet für das Streaming. Einfach einschalten und loszocken.</p>
<p>Für eine UVP von 899 Euro sicher ein teurer Luxus. Für das gleiche Geld bekomme ich stärkere Gamingnotebooks oder kann vier Jahre Geforce Now bezahlen. Aber das Gaming ist dann eben nicht so einfach und komfortabel, wie mit dem XAX. Für mich hat sich die Investition gelohnt.</p>
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      <category>Reviews</category>
      <category>gaming</category>
      <category>hardware</category>
      <category>review</category>
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      <title>Ghost ist Geschichte</title>
      <link>https://kernic.net/de/the-ghost-is-gone/</link>
      <pubDate>Tue, 13 Jan 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Seit 2022 lief dieser Blog auf Ghost CMS. Das hat sich jetzt geändert, aber warum?</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/the-ghost-is-gone-de.mp3"
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      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
      <itunes:summary>Seit 2022 lief dieser Blog auf Ghost CMS. Das hat sich jetzt geändert, aber warum?</itunes:summary>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe diesen Blog Ende 2022 gestartet, nachdem ich meinen vorherigen Blog eingefroren habe. Ich hatte mich damals für Ghost CMS als System entschieden.
Die Gründe habe ich in diesem Beitrag genauer erklärt: <a href="https://kernic.net/de/now-its-kernic/">Jetzt wird es Kernic</a>.</p>
<p>Drei Jahre später ist meine Begeisterung für Ghost weitestgehend verflogen. Ich denke noch immer, dass es ein gutes CMS ist, aber der Fokus von Ghost passt nicht zu meinem Bedarf. Der Newsletter, die zentrale Funktion von Ghost, klingt zwar gut, passt nur nicht zu meiner Art Blog. Dazu mag der technische Unterbau von Ghost modern und zusätzlich Open-Source sein, aber Ghost ist spürbar für die kostenpflichtige gehostete Version Ghost(Pro) gedacht. Für das Self-Hosting ist es hingegen unnötig kompliziert.
Ich habe es bis heute nicht hinbekommen, das geplante Veröffentlichen von Beiträgen oder ActivityPub zum Laufen zu bekommen.</p>
<p>Zu Black Friday hatte ich dann einen neuen Server gemietet, um meine Systeme auf einer modernisierten Plattform neu aufzusetzen. Das war die perfekte Gelegenheit, um eine Alternative zu finden. Als Erstes kam mir WordPress in den Kopf. Das erlaubte über Plugins nicht nur die Anbindung an ActivityPub, sondern auch das Erstellen eines multilingualen Blogs.<br>
Kurzerhand habe ich den Blog auf WordPress migriert und alles live genommen &hellip; für zwei Tage. Dann war ich von WordPress so genervt, dass ich den alten Ghost-Blog wieder aktiviert und mich auf die erneute Suche begeben habe.</p>
<p>Das Ergebnis siehst du hier. Im Hintergrund hat sich einiges geändert, aber es gibt auch viele Änderungen für dich als Leser.</p>
<p>Am offensichtlichsten ist sicher das Design. Es ist einfacher und schlichter: reines HTML, CSS und eine kleine Prise JavaScript. Keine fremden Frameworks, Schriften oder andere Ressourcen. Deine Daten werden also nicht an andere Anbieter geschickt, einzig wenn ich externen Content wie YouTube-Videos einbinde. Hier suche ich noch nach einer guten Lösung.<br>
Um das zu erreichen, musste ich einige Dinge ändern. Der Newsletter ist weg, was die vier Abonnenten aber kaum stört; sie haben eh nur die Hälfte der Newsletter geöffnet.<br>
Die Kommentarfunktion ist auch verschwunden. Drei Kommentare in drei Jahren rechtfertigen den Aufwand nicht.
Dafür wird die Seite jetzt mit <a href="https://gohugo.io/">Hugo</a> komplett vorab erstellt und auf den Server geladen. Dieser liefert dir nur noch statische Seiten aus. Ohne interaktive Elemente gibt es auch keinen Bedarf, irgendwelche Informationen über dich auf deinem Gerät oder meinem Server zu speichern. Hier bekommst du keine Kekse, also Cookies.</p>
<p>Andere Änderungen wirst du vermutlich nicht sofort erkennen. Die größte ist sicher, dass mein Blog jetzt multilingual ist. Die Hauptsprache wird zukünftig Englisch sein, aber jeglicher Inhalt ist immer auch auf Deutsch verfügbar. Damit möchte ich einerseits die Zielgruppe dieses Blogs vergrößern, andererseits aber auch mein Englisch trainieren. Die bisherigen rein deutschen Inhalte habe ich mithilfe von <a href="https://translate.kagi.com">Kagi Translate</a> nachträglich übersetzt.<br>
Auf dem alten Blog konnte man sich einzelne Beiträge vorlesen lassen. Das musste ich aber für jeden Beitrag manuell generieren lassen und einbinden. Neu wird diese Audioversion komplett automatisch erstellt, und auch die alten Beiträge in beiden Sprachen wurden nachträglich mit einer Audiodateiversion ergänzt. Passend dazu habe ich zum normalen RSS-Feed noch einen Podcast-Feed erstellt.<br>
Fühle dich also frei, die Blogposts nicht nur zu lesen, sondern auch im Browser oder der Podcast-App deiner Wahl anzuhören.</p>
<p>Das war’s für den Moment. Hast du Feedback? Schreib mir doch auf <a href="https://troet.cafe/@kernic">Mastodon</a>.</p>
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      <category>Blog</category>
      <category>personal</category>
      <category>blogging</category>
      <category>technical</category>
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      <title>Adressen in Stargates</title>
      <link>https://kernic.net/de/addresses-in-stargates/</link>
      <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Stargate ist für mich eine der besten Science Fiction Serien. Ich mochte den humoristischen und geerdeten Ansatz. Raumschlachten sind nebensächlich, die Hauptreisemethode sind die Namensgebenden Sternentore. Aber wie funktionieren die Adressen eigentlich?</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/addresses-in-stargates-de.mp3"
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      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
      <itunes:summary>Stargate ist für mich eine der besten Science Fiction Serien. Ich mochte den humoristischen und geerdeten Ansatz. Raumschlachten sind nebensächlich, die Hauptreisemethode sind die Namensgebenden Sternentore. Aber wie funktionieren die Adressen eigentlich?</itunes:summary>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="plötzliche-verwirrung">Plötzliche Verwirrung</h2>
<p>Es war so ein Abend, an welchem ich nicht innerhalb von 10 Sekunden eingeschlafen bin. Stattdessen schoss mir eine Frage in den Kopf:</p>
<blockquote>
<p>Wie funktioniert eigentlich das Adresssystem der Stargates?</p>
</blockquote>
<p>Ich erinnerte mich daran, dass eine Stargate Adresse, zumindest innerhalb der Milchstraße, aus sieben Symbolen besteht. Sechs Symbole für das Ziel, eines für den Ursprung. Zur Verfügung stehen 36 Symbole.</p>
<p>Moment? Wenn es 36 Symbole gibt und eines davon zwingend für den ursprüng steht, wie kann es dann mehr als 36 Stargates geben?</p>
<h2 id="falsche-annahme">Falsche Annahme</h2>
<p>Ohne Lösung für das Problem bin ich dann eingeschlafen. Am nächsten Morgen spukte das Problem aber noch immer durch meinen Kopf und ich habe eine Recherche im Internet gestartet.</p>
<p>Schnell habe ich meinen Fehler erkannt. Ich hatte angenommen, dass die Stargates in der Milchstraße alle identisch sind. Es ist aber wohl so, dass nur 35 Symbole identisch sind und das 36. Symbol sich von Gate zu Gate unterscheidet. Weil es eben für den Planeten steht.</p>
<blockquote>
<p>Dieser Beitrag ist bewusst kurz gehalten. Er fängt einen Gedanken von mir ein ohne tief in das Thema einzutauchen.<br>
Was hälst du von dieser Art Beitrag?</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
      <category>Multimedia</category>
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      <title>Musik aus Europa mit Deezer</title>
      <link>https://kernic.net/de/music-from-europe-with-deezer/</link>
      <pubDate>Mon, 08 Dec 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Ich bin kein Musik Enthusiast. In meinem ganzen Leben habe ich keine Kassette, CD oder MP3 gekauft. Zum Glück gibt es heute Musik Streaming Dienste. Seit einem halben Jahr testen wir Deezer, statt YouTube Music.</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/music-from-europe-with-deezer-de.mp3"
                 type="audio/mpeg" length="1354050"/><itunes:title>Musik aus Europa mit Deezer</itunes:title>
      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="mega---make-europa-great-again">MEGA - Make Europa great again</h2>
<p>Motiviert durch die politische Lage in den USA, habe ich mir meine IT Landschaft angeschaut und doch mehr Dienste von dort entdeckt, als mir liebt ist. Kurzfristig habe ich den Entschluss gefasst, wenn möglich Dienste aus der EU zu verwenden. Hier ist zwar auch nicht alles perfekt, aber doch deutlich besser als auf der anderen Seite des Atlantiks.</p>
<p>Aber wie findet man Alternativen aus Europa? Das ist gar nicht so schwer, da inzwischen einige Menschen den selben Gedanken hatten und so hat <a href="https://www.constantingraf.at/">Constantin Graf</a> eine Webseite aufgesetzt, welche europäische Alternativen aufzeigt:<br>
<a href="https://european-alternatives.eu/">https://european-alternatives.eu/</a></p>
<h2 id="den-ersten-schritt-gehen">Den ersten Schritt gehen</h2>
<p>Auch wenn es für fast alles Alternativen gibt, nicht alles lässt sich einfach und kurzfristig migrieren. Aber beim Musikstreaming sind die Anbieter weitestgehend austauschbar. Bisher habe ich dazu <a href="https://music.youtube.com/">YouTube Music</a> benutzt. Das hatte für mich zwei Vorteile:</p>
<ul>
<li>YouTube Music bietet Zugriff auf alle Audioinhalte von YouTube. Damit hat man auch sehr viele Remixes und Mashups zur Auswahl, die es bei anderen Anbietern nicht gibt.</li>
<li>Bei YouTube Premium ist nicht nur YouTube Music dabei, sondern YouTube wird auch werbefrei.</li>
</ul>
<p>Trotzdem ist <a href="https://www.youtube.com/">YouTube</a> von <a href="https://abc.xyz/">Alphabet</a> (Google), also Teil eines der größten Tech-Giganten der Welt - mit Hauptsitz in den USA. Dazu hat sich das Unternehmen bei Donald Trump angebiedert und damit den Profit über die Moral gestellt¹.</p>
<h2 id="alternative-auswählen">Alternative auswählen</h2>
<p>Es gibt derzeit vier Alternativen: Spotify, Qobuz, Deezer und Soundcloud. Der Titel des Beitrags nimmt meine Wahl schon vorweg: Deezer. Aber warum?</p>
<p>Soundcloud ist kein Musikstreaming Dienst in der Art, die ich suche. Dort gibt es hauptsächlich selbst hochgeladene Musik, größere Musiklabels sind dort nicht vertreten. Also fehlen viele bekannte Künstler, die ich trotzdem hören möchte.</p>
<p>Spotify ist sicher der bekannteste Musikstreamingdienst auf dem Markt und der Pionier. Aber hinter Spotify stecken viele Investoren aus den USA, der Dienst ist bis heute nicht finanziell tragfähig² und bezahlt Künstler nicht gut.</p>
<p>Bleibt Qobuz und Deezer. Beide Dienste sind aus Frankreich. Qobuz fokussiert sich mehr auf High-Res Musik und hat eine kleinere Bibliothek, Deezer orientiert sich mehr an Spotify, bietet aber im Gegensatz zum Platzhirschen auch Musik in höherer Qualität an.</p>
<p>Am Ende habe ich mich, hauptsächlich wegen der größeren Bibliothek und dem geringeren Preis, für Deezer entschieden.</p>
<h2 id="mein-eindruck">Mein Eindruck</h2>
<p>Im Grund funktionieren die Musikstreaming Dienste recht ähnlich. Es gibt persönliche und öffentliche Playlisten, man kann Künstler suchen und es gibt Vorschläge. Die Deezer App auf dem iPhone funktioniert problemlos und die Windows Anwendung gar nicht. Wenn ich das Fenster verschieben möchte, dann stürzt die Anwendung wortlos ab. Ich verwende aber einfach die Webseite, die funktioniert problemlos.</p>
<p>Unterhaltsam für Zwischendurch ist die Quiz Funktion. Damit kann man mit Freunden Musiktitel raten und schauen, wer sich besser auskennt. Sicher keine Hauptfunktion, aber lustig umgesetzt. Hörbücher und Podcasts bietet Deezer auch. Erstere sind nicht so komfortabel zu hören, da es keine Lesezeichen gibt. Und für Podcasts konnte ich mich bisher nicht begeistern.</p>
<p>Alles in Allem ist Deezer solide. Die Musikbibliothek lässt kaum etwas vermissen, abgesehen von den Remixes. Die Apps sind auf Musik ausgelegt und machen das gut. Vieles ist auch in High-Res verfügbar und Songtexte sind in die Anwendungen integriert.</p>
<h2 id="quellen">Quellen</h2>
<p>¹ <a href="https://time.com/7218225/google-maps-gulf-of-america-search-impeach-trump-calendar-holidays/">https://time.com/7218225/google-maps-gulf-of-america-search-impeach-trump-calendar-holidays/</a><br>
² <a href="https://www.techloy.com/despite-adding-over-8-million-premium-subscribers-spotify-ended-q2-2025-at-a-loss/">https://www.techloy.com/despite-adding-over-8-million-premium-subscribers-spotify-ended-q2-2025-at-a-loss/</a></p>
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      <category>Multimedia</category>
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      <category>tech</category>
    </item>
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      <title>Meine Wünsche an ein Smartphone OS</title>
      <link>https://kernic.net/de/my-wishes-for-a-smartphone-os/</link>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Ich habe Smartphones schon genutzt, bevor es den Begriff gab. Mein erster Computer für die Hosentasche war ein HTC Diamond mit Windows Mobile und Stiftbedienung. Nicht alles war perfekt, aber manches vermisse ich bis heute.</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/my-wishes-for-a-smartphone-os-de.mp3"
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      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
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      <itunes:duration>00:02:48</itunes:duration>
      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem hatte ich viele Smartphones in der Hand und auch selbst im Einsatz. Aktuell nutze ich ein Apple Gerät, davor hatte ich aber Android Geräte. Zwischendrin einen sehr kurzen Ausflug zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WebOS">webOS</a> und dann natürlich noch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jolla#Sailfish_OS">Sailfish OS</a>. Alle Systeme hatten etwas für sich und über die letzten 16 Jahre merkt man, wie sich grundlegende Funktionen durchsetzen.</p>
<p>War eine reine Gestensteuerung beim Jolla Smartphone mit Sailfish OS oder webOS noch extrem innovativ ist es heute Standard. Teilweise noch immer nicht so gut umgesetzt wie bei Sailfish OS, aber doch intuitiv genug. Und wenn man ehrlich ist, so groß sind die Unterschiede im Look&amp;Feel zwischen Android und iOS nicht mehr. iOS hat hier für mich zwar noch immer die Nase vorne, gerade was die Konsistenz angeht, aber die Konzepte ähneln sich sehr.</p>
<p>Und da liegt für mich auch das Problem. Homescreen mit Apps und Widgets, unten eine Schnellleiste, oben eine Statusleiste. Schnelleinstellungen rechts runterziehen, Benachrichtigungen links. Bei Android eventuell noch eine App-Übersicht, das wars. Aber auch nach 16 Jahren Smartphones habe ich nicht das Gefühl, dass dieses Konzept zu mir passt.</p>
<p>Ein paar Beispiele gefällig? Ich nutze die App Icons quasi nie. Ich tippe auf die Suche, tippe 1-3 Buchstaben ein und wähle die App aus. Maximal ein paar viel genutzte Apps öffne ich über das Icon auf dem Homescreen. Das aber auch nur, weil ich dort Benachrichtigungen habe. Diese sind mein zweites Ärgernis. Warum sind diese versteckt? Ich hätte sie am Liebsten auf dem Homescreen selbst als Liste.</p>
<p>Warum? Ich steuere meine Benachrichtigungen sehr genau. Welche App darf mir überhaupt Benachrichtigungen schicken? Welche Benachrichtigungen soll sie mir schicken? Teilweise auch wann. Und dann sind sie einfach versteckt hinter einem Swipe. Dabei sind die Benachrichtigungen der Grund, warum ich das Smartphone aus der Tasche hole. Ich will genau die Information, deshalb ist sie aktiv. Und dann direkt damit interagieren. Tja, versteckt&hellip; Und bei mir gilt leider: Aus den Augen, aus dem Sinn.</p>
<p>Ich bin mir gar nicht so sicher, denke aber, bei Windows Mobile hatte man die Benachrichtigungen auf dem Hauptbildschirm. Gut, da gab es eigentlich kaum Apps, die Benachrichtigungen geschickt haben. Aber Mails, Termine und Nachrichten waren da auf jeden Fall direkt sichtbar. Ich vermisse das.</p>
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      <category>Opinion</category>
      <category>mobile</category>
      <category>tech</category>
      <category>opinion</category>
    </item>
    <item>
      <title>Manchmal ist es einfach das Kabel</title>
      <link>https://kernic.net/de/sometimes-its-just-the-cable/</link>
      <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Vor einigen Wochen haben wir einen neuen Schrank ins Wohnzimmer gestellt und dafür etwas umgeräumt. Der Router ist auf den Schrank gewandert, also etwas höher und zwei Meter weiter von der Telefondose entfernt. Plötzlich war die Internetverbindung instabil und verband sich mehrmals am Tag neu.</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/sometimes-its-just-the-cable-de.mp3"
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      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
      <itunes:summary>Vor einigen Wochen haben wir einen neuen Schrank ins Wohnzimmer gestellt und dafür etwas umgeräumt. Der Router ist auf den Schrank gewandert, also etwas höher und zwei Meter weiter von der Telefondose entfernt. Plötzlich war die Internetverbindung instabil und verband sich mehrmals am Tag neu.</itunes:summary>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="telekom-support-ist-vorbildlich">Telekom-Support ist vorbildlich</h2>
<p>Ich hatte erst keine Zeit für die Fehlersuche. Das erneute Verbinden trat zwar über zehn Mal am Tag auf, war aber so schnell, dass wir es meist nicht mitbekommen hatten. Wer es aber mitbekommen hat: Die Deutsche Telekom. Drei Tage, nachdem die Probleme angefangen hatten, bekam ich eine SMS. Die Deutsche Telekom hatte festgestellt, dass wir ein Problem mit unserer Verbindung hatten. Sie wollten uns gerne helfen, und wir sollten die Hotline anrufen.</p>
<p>Um ehrlich zu sein, hat mich das positiv überrascht: Proaktive Kommunikation mit dem Kunden, wenn dieser Probleme hat, wo gibt es das noch?<br>
Zeitlich war es jedoch ungünstig: Drei Tage später sind wir in den Urlaub gefahren und ich wollte nicht mit einer halbfertigen Fehlersuche nach Italien fahren. Ich habe die SMS also ignoriert und lag die nächsten drei Wochen am Strand.</p>
<h2 id="das-problem-ist-nicht-magisch-verschwunden">Das Problem ist nicht magisch verschwunden</h2>
<p>Drei Wochen später war ich gespannt. Eventuell war es ein externes Problem und wurde gelöst? Nein, war es leider nicht. Im Gegenteil, das Problem hatte sich sogar verschlimmert und wurde jetzt doch nervig. Ich wurde im Home-Office aus Meetings geworfen, GeForce Now wurde unterbrochen, VoIP wurde unterbrochen, und so weiter.</p>
<p>Ich hatte mich geistig schon auf das Telefonat mit der Telekom eingestellt. Zuerst dachte ich mir aber, woher das Problem kommen könnte. Zeitlich hatte ich rasch den Bezug zum Umzug der FRITZ!Box hergestellt. Die Vermutung lag nahe, dass dabei irgendwas nicht funktioniert. Als Erstes prüfte ich die Temperaturen des Routers. Eventuell bekommt er nicht genug Luft auf dem Schrank? Nein, das war es nicht.</p>
<p>Aber das Kabel von der Telefondose zum Router hing jetzt in der Luft, anstatt recht entspannt hinter dem TV-Schrank zu liegen. Der Router war fünf Meter von der Telefondose entfernt – das entsprach der maximalen Kabellänge.</p>
<h2 id="ins-blaue-hinein-und-getroffen">Ins Blaue hinein und getroffen</h2>
<p>Das Kabel ist schon alt und wurde mit dem Router geliefert. Meine Vermutung war jetzt, dass die Qualität des Kabels nicht besonders hoch ist und es dementsprechend nicht gut darauf reagiert, wenn es gespannt in der Luft hängt.</p>
<p>Bevor ich also einen Telekomtechniker kommen ließ, dachte ich, es sei einen Versuch wert. Auf Amazon bestellte ich dann schnell ein längeres Kabel und achtete darauf, dass die Qualität stimmte. Statt eines billigen Drahts wählte ich ein Kabel aus reinem Kupfer. Es hatte zehn Meter Länge, doppelt so lang wie zuvor.</p>
<p>Was soll ich sagen? Das Kabel wurde geliefert, ich habe das alte durch das neue ersetzt und die Verbindung neu gestartet. Seitdem gab es keinen Verbindungsabbruch mehr. Manchmal liegt es einfach an einem billigen alten Kabel. Auch wenn sie von außen alle gleich aussehen, kann ein ordentliches Kabel einen deutlichen Unterschied machen. Und es kann einem das Telefonat mit der Deutschen Telekom ersparen.</p>
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      <category>Tutorial</category>
      <category>tech</category>
      <category>troubleshooting</category>
      <category>hardware</category>
    </item>
    <item>
      <title>Das ASUS ROG Xbox Ally X statt GeForce Now</title>
      <link>https://kernic.net/de/asus-rog-ally-x-instead-of-geforce-now/</link>
      <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>GeForce Now passt leider doch nicht zu meinem mobilen Lebensstil. Die Verbindung unterwegs ist zu schlecht und zu instabil. Ein Gerät, das Spiele lokal laufen lassen kann wird gesucht. Die neuen Gaming-Handhelds bieten sich an, gerade das ASUS Xbox ROG Ally X, oder?</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/asus-rog-ally-x-instead-of-geforce-now-de.mp3"
                 type="audio/mpeg" length="1955344"/><itunes:title>Das ASUS ROG Xbox Ally X statt GeForce Now</itunes:title>
      <itunes:author>Kernic</itunes:author>
      <itunes:summary>GeForce Now passt leider doch nicht zu meinem mobilen Lebensstil. Die Verbindung unterwegs ist zu schlecht und zu instabil. Ein Gerät, das Spiele lokal laufen lassen kann wird gesucht. Die neuen Gaming-Handhelds bieten sich an, gerade das ASUS Xbox ROG Ally X, oder?</itunes:summary>
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="geforce-now-doch-nicht-für-unterwegs">GeForce Now doch nicht für unterwegs</h2>
<p>Ich bin viel unterwegs. Jede Woche verbringe ich mehr als zehn Stunden im Zug. Zusätzlich einen Abend bei meinen Eltern abseits meines PCs. Trotzdem möchte ich natürlich auch fern der Heimat zocken können.<br>
Vor einigen Monaten hatte ich überlegt, ob ich mir ein Gaming-Notebook zulegen soll, und mich dagegen entschieden. Stattdessen fiel meine Wahl auf Nvidias Gamestreaming-Dienst GeForce Now. Klingt eigentlich auch nach einem fairen Deal. Für etwas mehr als 20 Euro pro Monat kann man viele seiner gekauften Spiele von überall in hoher Qualität zocken – Streaming macht es möglich.</p>
<p>Das eigentlich liegt auch weniger an Nvidia als am Internet selbst. Im Zug hat man zwei Optionen, um ins Internet zu kommen: über das Mobilfunknetz oder über das WLAN der Deutschen Bahn. Das Mobilfunknetz ist deutlich schneller, dafür aber auch deutlich schwankender. Komisch finde ich, dass gerade bei Einfahrt und Halt in die Bahnhöfe Mannheim und Karlsruhe quasi gar kein Mobilfunknetz verfügbar ist.<br>
Das WLAN ist zuverlässiger und hat selten ein komplettes Funkloch. Dafür ist es bei Weitem nicht schnell genug für GeForce Now.</p>
<p>Aber auch an anderen Orten ist das Internet nicht verlässlich. Diesen Beitrag schreibe ich gerade auf dem Campingplatz in Süditalien über den Hotspot meines Smartphones. Es gibt hier angeblich WLAN, ich habe es aber in einer Woche nicht geschafft, mich damit zu verbinden. Und die zwei bis drei von vier Strichen 5G sind vermutlich auch nur Marketing. Spitzengeschwindigkeit: 7 Mbit/s bei einem Ping von knapp 95 ms. Regelmäßig auch schlechter. Da macht GeForce Now auch wenig bis gar keinen Spaß.</p>
<h2 id="lokaler-sonnenschein-statt-entfernter-wolken">Lokaler Sonnenschein statt entfernter Wolken</h2>
<p>Das Experiment mit der Cloud ist, zumindest unterwegs, gescheitert. Ich muss auch ehrlich sein, auf einem MacBook zockt es sich, selbst mit einer Maus, einfach nicht so gut. Ich könnte, was ich noch nicht probiert habe, einen Controller mitnehmen. Aber dann muss ich noch immer das Notebook aufstellen und mit dem Internet verbinden. Dazu funktionieren meine Games unter macOS einfach nicht.</p>
<p>Die Alternative ist also, ein Gerät zu haben, das die Spiele lokal laufen lassen kann. Ein weiteres Notebook will ich nicht mitschleppen und es ist auch nicht auf Gaming optimiert. Also ein Gaming-Handheld. Zur Auswahl stehen hier Geräte mit Windows und Geräte mit SteamOS. Letzteres basiert auf Linux und ist wohl optimierter. Windows ist dafür flexibler. Ich habe da persönlich keine Präferenzen, zumal sich auf vielen Windows-Geräten inzwischen SteamOS oder Bazzite installieren lässt.</p>
<p>Die Suche nach Geräten war eigentlich gar nicht so schwer, dachte ich anfangs. Valve, MSI, Lenovo und ASUS sind die großen Anbieter auf dem Markt. MSI Claw und Lenovo Legion sind mir zu groß, Steam Deck und Legion Go zu schwach, und so blieb nur noch das ASUS ROG Ally X, und ich war kurz davor, es zu kaufen. Dann kam mir der Gedanke, dass die Geräte alle schon fast ein Jahr alt sind, und ich habe nach Ankündigungen für neue Generationen gesucht.</p>
<h2 id="microsoft-und-asus-arbeiten-zusammen">Microsoft und ASUS arbeiten zusammen</h2>
<p>Wenig Neues auf dem Markt. MSI hat gerade ein neues Claw mit Intel-APU veröffentlicht und Lenovo ein neues mit neuer AMD-APU angekündigt. Beide aber wieder zu groß. Valve wartet ab und sagt gar nichts. Bleibt noch ASUS. Siehe da: Ein neuer Gaming-Handheld wurde angekündigt, mit dem neuen AMD AI Z2 Extreme. Keine Revolution, aber doch 20–30 % mehr Leistung bei gleichem Stromverbrauch. Wäre eigentlich schade, das nicht abzuwarten, oder?</p>
<p>Ich bin unsicher, werde aber trotzdem warten. Warum unsicher? Das neue Handheld von ASUS wird ASUS ROG Xbox Ally X heißen und ist aus einer Zusammenarbeit mit Microsoft entstanden. Griffe im Xbox-Stil sollen es ergonomischer machen, aber auch dicker. Dazu bekommt es eine Xbox-Oberfläche spendiert und das Windows auf dem Gerät ist optimiert. Eigentlich klingt das ja gut. Endlich eine Oberfläche, die zu einem Handheld passt, und mehr Leistung für Spiele. Aber wie läuft es mit Steam? Ich habe bisher den Xbox Store gar nicht genutzt und habe das auch nicht vor. Spannend wäre für mich auch, ob ich darauf SteamOS oder Bazzite installieren könnte, wenn ich es wollte.</p>
<p>Dazu kommt der Preis: 899,00 € sind angekündigt oder vermutet. So ganz sicher ist der Preis noch nicht. Das ASUS ROG Ally X gibt es aktuell für 729,00 € online zu kaufen, also 19 % günstiger, und es wird mit dem Release des neuen Geräts sicher nochmal im Preis gesenkt. Die Mehrleistung schlägt sich also direkt im Preis nieder. Immerhin eins zu eins. Aber wie gesagt, ich warte auf den Release, schaue mir Tests an, und dann werde ich mich entscheiden. Es wird aber mit hoher Sicherheit ein Gerät von ASUS werden.</p>
<p>Ich freue mich auf jeden Fall darauf, auch unterwegs zocken zu können, auch wenn das Internet nicht so schnell oder stabil ist.</p>
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      <title>Mein Auto: Irgendwas mit der Lenkung stimmt nicht</title>
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      <pubDate>Sat, 23 Aug 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>Mein BMW 118d ist inzwischen 14 Jahre alt und hat 450.000 km hinter sich. Ein Defekt ist also nicht verwunderlich. Die ungenaue Fehlermeldung hingegen schon. Selbst die Werkstatt konnte damit nichts anfangen.</description><enclosure url="https://kernic.net/media/audio/my-car-something-wrong-with-steering-de.mp3"
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      <itunes:explicit>false</itunes:explicit><content:encoded><![CDATA[<h2 id="viele-jahre-viele-kilometer">Viele Jahre, viele Kilometer</h2>
<p>Mein Auto ist alt und es wurde viel gefahren. Dabei war und ist ein Auto für mich primär eines: Ein Gebrauchsgegenstand zur Fortbewegung. Ich wasche es also nicht jeden Samstag und eine Delle nervt zwar, aber ist eine Begleiterscheinung der Nutzung. Aber wichtig ist, dass das Auto praktisch, zuverlässig, pflegeleicht und langlebig ist.</p>
<p>Diese Kriterien hat mein BMW 118d 14 Jahre lang weitestgehend erfüllt. Er bietet etwas weniger Stauraum, als ich gerne gehabt hätte, und ihm fehlte eine Anhängerkupplung (und 1200 Euro Nachrüstung war uns zu teuer). Das war es dann auch mit der Kritik. Fast 14 Jahre lang hat uns das Fahrzeug über 450.000 Kilometer durch die Welt gefahren, und das weitestgehend ohne Probleme. Verschleißteile ja, aber meist später als erwartbar. Letztes Jahr war dann die erste größere Reparatur für knapp 1.000 Euro fällig, bei welcher wir schon über die Wirtschaftlichkeit nachdachten. Aber auch der Defekt war nicht ungewöhnlich und das Auto sonst in gutem Zustand, zumindest technisch.</p>
<h2 id="irgendwas-mit-der-lenkung-oder-so">Irgendwas mit der Lenkung, oder so</h2>
<p>Bis vor vier Monaten plötzlich die Servolenkung ausfiel. Erst sporadisch, dann dauerhaft. Immer mit einem hämischen &ldquo;Pling&rdquo; und einem generischen Lenkradsymbol in der Anzeige. Die Werkstatt unseres Vertrauens hat sich das Auto dann angeschaut und war etwas verzweifelt. Ja, es ist die Servolenkung. Aber ob es der Servomotor oder eine Steuereinheit ist konnten sie nicht sagen. Die Schnittstelle zeigte leider nur eine generische Fehlermeldung an: Probleme mit der Servolenkung. Sie haben sich noch die Mühe gemacht und alle Kontakte durchgeprüft, geht. Aber ist es der Servomotor, die Steuereinheit für den Servomotor oder einer der anderen vier Steuereinheiten? Das war dem Auto einfach nicht zu entlocken.</p>
<p>Aber egal, ob Servomotor oder Steuereinheit, eine Reparatur inklusive Ersatzteil kostet mindestens 1.000 Euro, wenn sie beim ersten Versuch das richtige Teil austauschen. Sonst das Doppelte. Ein Haufen Geld für ein Fahrzeug mit 450.000 km und 14 Jahren auf dem Buckel.</p>
<h2 id="warum-so-unklar">Warum so unklar?</h2>
<p>Glücklicherweise können wir vorübergehend das Auto meiner Mutter ausleihen. Auch ein ähnlich alter 1er BMW, aber mit &ldquo;nur&rdquo; 50.000 km und ein Cabrio. Wir merken gerade im Campingurlaub, dass ein Cabrio nichts für uns ist. Und Überraschung: Auf der Autobahn bei Neapel macht es &ldquo;Pling&rdquo; und ein Lenkradsymbol erscheint. Beschreibung des Fehlers? &ldquo;Irgendwas mit der Lenkung&rdquo;. Dabei hat das Auto meiner Mutter sogar ein richtiges System mit Display. Geht es dann nicht genauer? Zumal die Lenkung einfach normal funktionierte. Gut, nach einem Neustart des Autos war der Fehler weg, aber trotzdem:</p>
<p>Warum so unklar?</p>
<p>Meine CPU kann mit für jeden einzelnen Kern die Spannung, den anliegenden Strom, die Temperatur und was weiß ich noch ausgeben. Bei einem Fehler sehe ich genau, wo es Abweichungen gibt. Und die Autos? Irgendwo bei der Lenkung und allen damit zusammenhängenden Systemen ist ein Fehler. Mehr sag ich dir aber nicht. Warum nicht? Sollte es nicht recht einfach sein zu wissen, bei welchem Teil der Fehler auftritt? Der Fehler wird doch erzeugt! Und könnte man nicht einfach noch ein paar 2 Cent teure Sensoren verbauen und Probleme frühzeitiger erkennen und klarer ausweisen? Servomotor benötigt mehr Energie zu Drehen, weil nicht gut geschmiert? Könnte man sicher auslesen und anzeigen, wenn man es wollte.</p>
<p>Ich vermute aber, zwei Gründe sprechen für die Autohersteller dagegen: Erstens würde man sich so die Fahrten in die Werkstatt ersparen und zweiten wäre dann für alle sichtbar, wie das Fahrzeug aufgebaut ist - und wie gut.</p>
<p>Tja, so bleibt einem nichts. Neues Fahrzeug mit noch mehr Technik und noch weniger Transparenz. Die Lobby macht ihren Job gut.</p>
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      <category>Opinion</category>
      <category>personal</category>
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